Projekttage - eine Woche ohne normale Schule!

Mit dieser Aussicht starteten unsere Schüler am Montag der Ustermärt-Woche in die Projekttage zum Thema Advent. Erstes Ziel war das Schmücken des Schulhauses, aber auch abenteuerliche und kulinarische Bedürfnisse wurden von den Kursleitern berücksichtigt. Entsprechend entspannt und gut gelaunt begaben sich die Jugendlichen denn auch in die von ihnen gewählten Kurse. Wie jedes Jahr wurden die Gruppen klassenübergreifend zusammengestellt, so dass in jedem Kurs wieder neue Bekanntschaften geknüpft werden konnten. Der absolute Renner war der Kurs Outdoor, dem nicht einmal das teilweise nasse Wetter etwas anhaben konnte. Dreckige, nasse und aufgeweichte Schuhe und triefende Hosen? Kein Problem! Hauptsache, es gab ein Feuer, Schlangenbrot und Fun. Glücklich strahlend sassen einige Schüler am Montag nach dem Kurs barfuss und mit schlammverkrusteten Zehen im Schulzimmer und liessen ihr Schuhe an der Heizung trocknen. Während die einen im Nieselregen ihre Freude hatten, zogen schon bald typische Weihnachtsdüfte durchs warme und trockene Schloss. Wer sich von seiner Nase leiten liess, kam schnell zur Küche, wo fleissig geknetet, gerührt, ausgestochen und gebacken wurde und wer Glück hatte, durfte eines der frischen Weihnachtsguetzli probieren. Auch aus der Kranzwerkstatt strömten herrliche Düfte nach Tannen und frischem Grünzeug. Für jedes Schulzimmer entstand ein Adventskranz und dazu gestalteten die Schülerinnen und Schüler geschmackvolle und kreative Gestecke, welche nun überall im Schloss zu bewundern sind. Abenteuerlicher ging es in den beiden Kursen „gefüllter Drahtstern“ und „Drahtdeko“ zu, weil der Stern über dem Feuer ausgebrannt werden durfte und der Boden einer Glasflasche mit Feuer und kaltem Wasser weggesprengt wurde. Beim Füllen der Sterne und Einbinden der Flasche in ein Drahtnetz konnte der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Je fantasievoller, desto schöner! Für einige der Jugendlichen stellte das Arbeiten mit Gips eine ganz neue Erfahrung dar und sie mussten sich überwinden, die eingeweichten Gipsbandagen anzufassen, um für die Engel Kopf und Flügel zu gestalten. Der weisse „Spitalgips“ liess einige Schüler weit mehr erschaudern als dies die schlammigen und dreckverkrusteten Schuhe im Wald erreichen konnten. Wer es weniger dramatisch mochte, fand im Kurs „Fenstersterne“ Ruhe. Dort wurde millimetergenau abgemessen und gefaltet, so dass am Schluss wunderbare Sterne entstanden, welche nun die Fenster zur Terrasse hin schmücken. Im Kurs „Samichlaus aus Holz“ durften wir Birkenstämme verarbeiten, welche uns die Mutter eines Schülers von einem Bauern aus der Region gebracht hatte. Das war natürlich ein absoluter Glücksfall und entsprechend gross war auch die Freude beim Sägen und Schleifen des edlen Materials. Nach den vielen Eindrücken und Erfahrungen freuten sich am Ende der Projekttage alle auf den Ustermärt und die damit verbundenen freien Tage. Die letzten Wochen des Jahres 2018 dürfen wir nun alle im weihnächtlich geschmückten Schloss erleben und uns an den zahlreichen gelungenen Werken erfreuen.